Draußen ist es kalt. Das ist ein erstes Anzeichen dafür, dass der Herbst vor der Tür steht, was mich persönlich jetzt nicht gerade in Jubelstürme ausbrechen lässt, denn Übergangsjahreszeiten sind scheiße. Wenn schon dann Sommer und Winter - und wenn dann überhaupt nur Sommer, zwecks warm und solchen Dingen halt. Ein anderes Kennzeichen des Herbstes ist der Staffelbeginn von unzähligen Serien im TV.
Alle unsere Lieblingssender, und von denen gibt's ja Unmengen, starten mit einer neuen Staffel oder überhaupt der ersten Staffel einer US-amerikanischen Fernsehserie, um die Zuseher, die nicht mehr im Biergarten sitzen können (beim Fritz geht das natürlich schon noch), vor die Röhre, das LCD oder das Plasma (ich sag nur Warpkernplasma) zu bekommen.
Die üblichen Verdächtigen (übrigens von Bryan Singer) wie "C.S.I. blau/orange/irgendwie bunt", "Grey's Anatomy", "Desperate Housewives", "Boston Legal", "Criminal Minds" oder "Dr. House" (übrigens von Bryan Singer) – alle kann man jetzt, sofern man sie noch nicht auf DVD gesehen hat, endlich im Fernsehen bewundern (nur kurz zu C.S.I. Miami: das wird immer schlechter und Horatio ist der beschissenste Poser der TV-Landschaft – obwohl er net amol sein Schädl gradhalten kann). Jede einzelne geh ich hier jetzt aber nicht durch, schließlich hab ich das eh schon mal gemacht.
Neue Serien sind natürlich auch am Start wie z.B. "Prison Break" (eigentlich nicht im Herbst, aber trotzdem super – auch mit Azad), "Emilys Liste" (bäh), "Brothers & Sisters" oder "My Name Is Earl". Wobei letztgenannte auch die Beste ist. Kurzer Inhalt: Der Nichtsnutz Earl gewinnt in der Lotterie und will sein Leben verbessern indem er versucht gemachte Fehler wieder gutzumachen. Alles sehr lustig das Ganze. Aber anschauen ist besser.
Der Hauptdarsteller ist übrigens auch kein unbekannter: Jason Lee. Ex-Profiskateboarder und aus Kevin Smith Filmen ("Mallrats", "Chasing Amy", "Dogma", "Jay and Silent Bob", "Clerks II") bekannt. Eigentlich ein ganz lässiger Typ, allerdings ist er auch bei Scientology dabei, deren Ideologie ja ganz lustig wäre, wenn sie nicht solche Geld-aus-der-Tasche-ziehenden-Sektenheinis wären.
Von einer der längstdienenden Serie war ungewöhnlicherweise jetzt die letzte Staffelfolge zu sehen: "Emergency Room". Eigentlich eh wurst, da sie ihren Zenit schon längst überschritten hat, aber der Heini der da von einem Bus überfahren wurde ist Shane West, der bis jetzt durchaus nur in Scheiß-Filmen ("Ran an die Braut", "Nur mit dir") zum Einsatz kam, aber im Film "What We Do Is Secret" die Rolle des Darby Crash ergatterte.
Falls das noch niemandem etwas sagt: Darby Crash war Sänger der Germs, mit welchen sich der Film auch befasst. Diese waren ja eine wichtige Punkband aus dem L.A. der späten Siebziger, die wesentlich zur Entstehung von Hardcore beitrugen, bis sich schon genannter Sänger leider umbrachte (http://www.myspace.com/germsreturn).
Ebenfalls Gründungsmitglied war Pat Smear, der durch sein Mitwirken bei Nirvana und den Foo Fighters schon eher bekannt sein dürfte. Shane West beeindruckte die überlebenden Germs jedenfalls so sehr, dass sie ihn sofort für eine Reunion engagierten.
Da wird wohl jemand Geld brauchen…Naja langer Rede kurzer Sinn, auf diesen Film bin ich schon gespannt, aber ich denke nicht, dass er es in unsere Kinos schafft.
Ein anderer Musikfilm, der dies sicher schafft ist "I'm Not There" über das Leben von Bob Dylan mit acht verschiedenen Darstellern des Bobs angefangen von Batman und Galadriel bis hin zu Edward Lewis und Ennis del Mar. Zurzeit kann man aber eh in jedem Feuilleton, Forum und was auch immer lesen wie super der Film sei. Hmnn. Gespannt Nr.2.
Also, genug der Schreiberei, es fängt nämlich gleich wieder eine neue Folge von Dr. House an, die ich auf keinen Fall verpassen will…ich schau nämlich gern fern.
Greeetz
U Garcia
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